Offene Ohren e.V. präsentiert Improvisationsmusik in München

Freitag, 28. Februar 2020, 20 Uhr

MUG – Münchner Untergrund im Einstein Kultur

Suspended – Extended
Duo Eichenberger-Studer & Axel Dörner  

Trio Suspended  Extended

Axel Dörner, Trompete
Markus Eichenberger, Klarinette, Bassklarinette
Daniel Studer, Bass
Fotos: © Axel Dörner, Markus Eichenberger, Dominic Buettner

Das seit über acht Jahren bestehende Duo der beiden Schweizer Markus Eichenberger, Klarinetten, und Daniel Studer, Bass, verblüfft, indem es seine Spannung stark aus der Reduktion schöpft.

Hier geht es nicht um ein Fließen der Musik, sondern um Momente, die einander im zurückhaltenden, feinen Dialog, in einer fast zärtlichen Sprache gegenüber gestellt werden. Immer wieder gibt es in den Stücken Augenblicke der absoluten Stille.

Die beiden Musiker finden sich wie in einem gemeinsamen Atem, wie in einer Expressivität größter Disziplin. Hier entsteht ein magischer Raum, dem sich der – vor allem gestrichene – Bass und die Klarinette hingeben und den sie sich gegenseitig lassen.“ [Steff Rohrbach, Jazz'n'more, 2018]

Mit dem Trompeter Axel Dörner hat sich das Duo einen musikalischen Freigeist ins Boot geholt, der wohl gleichermaßen an Steigerung der Komplexität wie überraschender Auflösung derselben mitwirken kann. Vor einem Monat erst trug Axel Dörner als kurzfristiger "Joker" für unser 2020er Auftaktkonzert So Seet einen gewichtigen Teil dazu bei, selbiges zu einem veritablen Highlight werden zu lassen.

Freuen Sie sich auf dieses spannende Trio Suspended – Extended.

Veranstaltungsort: MUG – Münchner Untergrund im Einstein Kultur
Eintritt: 15 Euro, Mitglieder Offene Ohren e.V. 12 Euro

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Donnerstag, 05. März 2020, 20 Uhr

MUG – Münchner Untergrund im Einstein Kultur

Fulguratio – Duo Hug-Niggli

Fulguratio - Duo Hug-Niggli

Charlotte Hug, Viola, Stimme
Lucas Niggli, Schlagzeug, Perkussion

Die zwei Kosmopoliten zeigen keine Scheu, jede erdenkliche Klangwelt mittels ihren Instrumenten zu kreieren. Die Schweizer Bratschen- und Stimmvirtuosin Charlotte Hug vermischt ihre Stimme und Bratschenklänge auf eine einzigartige Art und Weise, so dass eine hybridhafte «Stimme» entsteht, mit einem enormen Expressionsspektrum.

Ebenso ist Lucas Niggli ein Meister der Klangfarben auf dem Schlagzeug und ist so einer der versatilsten und gleichzeitig eigenständigsten Drummer Europas.

Ihre Imagination und ihre Kommunikationsfähigkeiten sind der Schlüssel zu einer freien, und doch sehr präzisen Improvisationsmusik, die keine dogmatischen Grenzen kennt. Es entsteht eine virtuose, direkte und doch opulent klingende Duo Musik mit den beiden archaischsten Instrumenten der Musik: die Stimme und die Trommel.

Eine vielseitige, höchst agile Performance, die direkt auf und unter die Haut geht.

Veranstaltungsort: MUG – Münchner Untergrund im Einstein Kultur
Eintritt: 15 Euro, Mitglieder Offene Ohren e.V. 12 Euro

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Dienstag, 17. März 2020, 20 Uhr

MUG – Münchner Untergrund im Einstein Kultur

The Remote Viewers

The Remote Viewers

David Petts, Tenorsaxofon
Adrian Northover, Alt-/Sopransaxofon
John Edwards, Bass

Die Remote Viewers kultivieren eine einzigartige Balance zwischen Jazz und komponierter Kammermusik. Im Laufe der Jahre entwickelten sie eine spezielle Ästhetik mit hohem Wiedererkennungswert, die sie zu einer der relevantesten und konsistentesten Stimmen in der Welt der zeitgenössischen Musik gemacht hat.

Seit ihren Anfängen als Drei-Saxophon-Einheit im Jahr 1997, damals initiiert durch den Tenorsaxophonisten David Petts, bestand das Ensemble zeitweise aus sechs bis sieben Mitgliedern, zeitweise signifikant erweitert um die Stimme und Songtexte von Petts' Frau Louise Petts.

Die aktuelle Formation besteht aus den Alt- und Sopransaxofonisten David Petts und Adrian Northover sowie dem Bassisten John Edwards. Sie haben zwei Alben veröffentlicht - Last Mann in Europe (2017) und Notes Lost in a Field (2019) - und werden Material aus ihrer nächsten Veröffentlichung, The Remote Code, aufführen.

Wir freuen uns über unseren APPLAUS-Preis, verliehen von der Staatsministerin für Kultur und Medien der Bundesregierung, Prof. Monika Grütters.

     Logo Applaus

Nach 2014, 2016 und 2017 ist dies die vierte Auszeichnung unseres Konzertprogramms, die uns ehrt, und die uns ermöglicht, auch 2020 wieder ein erweitertes Konzertangebot zu präsentieren, dazu gehört auch dieses Konzert.

Veranstaltungsort: MUG – Münchner Untergrund im Einstein Kultur
Eintritt: 15 Euro, Mitglieder Offene Ohren e.V. 12 Euro

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Donnerstag, 26. März 2020, 20 Uhr

MUG – Münchner Untergrund im Einstein Kultur

Spirale

Spirale

Steffen Roth, Schlagzeug
Bruno Angeloni, Tenor- und Sopransax
Foto © Sebastian Brunnlechner

Spirale ist ein improvisierendes Duo. Seit 2017 arbeiten sie in Leipzig an einer musikalischen Sprache, die ihre Wurzeln im Free Jazz hat, und bringen diese regelmäßig auf die Bühnen der improvisierten Musik. Ihre Konzerte sind eine Ode an die Progressivität, das Wagnis und die Freiheit, die sie selbst beim Spielen wohl am stärksten spüren.

Die imposante musikalische Vita des Saxophonisten Bruno Angeloni (geb. 1955) verleitet dazu, ihn vorschnell als Freejazzer zu etikettieren. Er spielte u.a. mit Reggie Workman, Andrew Cyrille oder Michael Zerang. Wir werden vor dieser„Einschränkung“ gewarnt: Ihr entgehe Angelonis wunderbarer Sinn für Form und seine weise Phrasierung.

Steffen Roth (geb. 1989) studierte an der Hochschule für Musik in Dresden Jazz/Rock/Pop im Hauptfach Schlagzeug. Danach absolvierte er von 2015 bis 2017 die Meisterklasse bei Michael Griener und Eric Schaefer, unterstützt durch ein Graduiertenstipendium des Landes Sachsen.

Ausgehend von der freien Szene Leipzigs und Dresdens arbeitet Steffen Roth solistisch, in Duo- bis Big Band-Formation, an musikalischen und formellen Grenzverschiebungen. 2017 erschien sein Solo-Debüt bei dem jungen Mülheimer Label Ana Ott.

„[...] The percussionist seemingly fuses chaos and order and it’s here, in this mix of free improvisation and repetition, tension and catharsis that the ‘opening’ comes to light and the whole performance become a transformative experience.“ [Giulia Ponzano zur Solo-Performance beim Internationalen Kurzfilmfestival Oberhausen 2018]

Veranstaltungsort: MUG – Münchner Untergrund im Einstein Kultur
Eintritt: 15 Euro, Mitglieder Offene Ohren e.V. 12 Euro

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Donnerstag, 16. April 2020, 20 Uhr

MUG – Münchner Untergrund im Einstein Kultur

SWQ – Sandra Weiss Quintet

SWQ

Sandra Weiss, Altsaxofon, Fagott
Kenny Warren, Trompete
Carlo Costa, Schlagzeug
Sean Ali, Bass
Jonathan Moritz , Sopran-/Tenorsaxofon

Sandra Weiss ist eine Schweizer Altsaxofonistin und Fagottistin. Ihr Quintett, das während eines Aufenthalts in Brooklyn entstanden ist, besteht aus Jonathan Moritz (Sopran- und Tenorsaxofon), Kenny Warren (Trompete), Sean Ali (Bass) und Carlo Costa (Schlagzeug).

SWQ ist eine Reise in das weite Universum des Klangs, bei der man gleichsam von einer Klangwoge assimiliert wird, die sich beständig in verschiedene Formen, Farben, Intensitäten und Dichten weiterentwickelt.

Die Instrumente sind die Quelle einer Vielzahl von Klängen und Geräuschen, die nicht unbedingt als Saxophon, Fagott, Trompete, Bass oder Trommel erkennbar sind.

Diese Instrumentierung lässt auf eine konventionelle Jazzgruppe schließen, aber diese Illusion endet mit der ersten Note. Das Hauptaugenmerk liegt weniger auf einer Melodielinie als vielmehr auf den Details der Klänge, die zum zentralen Element der Musik heranwachsen. [...] All dies ist unterlegt von einer je nach Stück variierender Grundkraft, die jedoch plötzlich einen unerwartete Eigendynamik entwickeln kann, ohne dass eine konventionelle Musiklinie auftritt.“ [Stuart Broomer, The New York City Jazz Record April 2016 / orig. englisch]

Veranstaltungsort: MUG – Münchner Untergrund im Einstein Kultur
Eintritt: 15 Euro, Mitglieder Offene Ohren e.V. 12 Euro

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Mittwoch, 29. April 2020, 20 Uhr

MUG – Münchner Untergrund im Einstein Kultur

Turner-Sato-Otomo

turner-Sato-Otomo

Masahiko Sato, Piano
Roger Turner, Schlagzeug
Otomo Yoshihide, Gitarre, Turntables
Fotos © Peter Gannushkin, Andy Newcombe, Otomo Yoshihide

Hier hören Sie drei improvisierende Meistermusiker:
Masahiko Satoh (Klavier), Roger Turner (Schlagzeug) und Otomo Yoshihide (Gitarre) trafen sich 2015 zum ersten Mal auf der Bühne der legendären Hall Egg Farm vor den Toren Tokios. Diese Performance wurde 2019 auf dem Label Relative Pitch unter dem Namen SEA veröffentlicht. Das spontane, intuitive Verständnis zwischen den Musikern und deren hypnotisches Zusammenspiel war bereits bei diesem ersten Meeting offensichtlich, daher sollten Sie dieses Konzert auf keinen Fall verpassen!

Die Performance des SEA Trios ist eine Mischung aus Traditionen und Innovationen, avantgardistischem, experimentellem und modernem Jazz, westeuropäischer Musik, zeitgenössischer akademischer und improvisierter Musik.

Die drei Musiker haben eine meisterhafte Fähigkeit, kontrastreiche und absolut unterschiedliche Stile miteinander zu verschmelzen leuchtend, ausdrucksstark und vorantreibend. Es entsteht ein vielschichtiges, universelles und bewegendes Musikmuster, basierend auf einer komplett freien Melodielinie, unvermittelten, dynamischen Einwürfen variabler Rhythmen, und einem hinreißenden Hintergrund. [Avant Scena Musikblog, 10.11.2019 / orig. englisch]

Veranstaltungsort: MUG – Münchner Untergrund im Einstein Kultur
Eintritt: 15 Euro, Mitglieder Offene Ohren e.V. 12 Euro

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Freitag, 12. Juni 2020, 20 Uhr

MUG – Münchner Untergrund im Einstein Kultur

Max Johnson Trio

Max Johnson Trio

Anna Webber, Holzblasinstrumente
Max Johnson, Bass
Michael Sarin, Schlagzeug
Foto © Peter Gannushkin

Der virtuose Kontrabassist und Komponist Max Johnson präsentiert sein neuestes Trio mit Anna Webber (Saxofon, Flöte) aus dem Kanadischen British Columbia, die Peter Margasak vom Chicago Reader als eine der aufregendsten Neuzugänge der New Yorker Avantgarde-Jazzszene der letzten Jahre bezeichnet hatte. Weiteres Mitglied ist Michael Sarin (Schlagzeug), der bereits seit 25 Jahren zum Kern der New Yorker Jazz- und Improvisationsgemeinde gehört.

Ihre Musik ist eine Melange aus Neuer Kammermusik, freier Improvisation und dem traditionellen Jazz-Trio-Sound. Sie haben mit Künstlern wie John Zorn, Anthony Braxton, Mark Dresser, Jen Shyu, William Parker und Simon Nabatov zusammengearbeitet.

Dieses Projekt fokussiert auf den individuellen Stil und die Erfahrung jeder dieser drei einzigartigen Stimmen, die sie in diese atemberaubende Musik einbringen.

Veranstaltungsort: MUG – Münchner Untergrund im Einstein Kultur
Eintritt: 15 Euro, Mitglieder Offene Ohren e.V. 12 Euro

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Logo Kulturreferat LH München

Das Programm des Offene Ohren e.V. wird gefördert vom Kulturreferat der LH München. Ein herzliches Dankeschön vom Veranstalter, den Musikern und dem Publikum!

 

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zuletzt aktualisiert am 25.02.2020