Offene Ohren e.V. präsentiert Improvisationsmusik in München

Terminübersicht des ersten Halbjahres als Download: Konzerte_HJ1.pdf

Donnerstag, 23. April 2026  20:00 Uhr

MUG – Münchner Untergrund im Einstein Kultur

Hemisfär – Jarret, Johansson, von Martens

Hemisfär

Karin Johansson, Piano [S]
Paul Jarret, Gitarre [F]
Donovan von Martens, Bass [S]
Foto © Donovan von Martens

Hemisfär ist ein Ensemble dreier improvisierender Saiteninstrumentalist*innen. Ihre Musik besteht aus einer Reihe konzentrierter und verdichteter Situationen, in denen die Schwingungen, die auf und neben den Saiten entstehen, aus verschiedenen Vorbereitungen und Eingriffen resultieren.
Hin und wieder klingt das Gespielte wie völlig andere Instrumente, als würde jemand Klarinette spielen oder Bambusflöten blasen.

Improvisation wird zu Komposition, und Komposition wird zu Klangmalerei, die die Fantasie beflügelt und zu einer grenzenlosen Erkundung des Klanglichen anregt. Man hört Anklänge an verschiedene Traditionen: Morton Feldmans Minimalismus, Derek Baileys freies Spiel, Claude Debussys Impressionismus. Doch die Schärfe der Musik ist nicht das Ergebnis stilistischer Reinheit. Sie entspringt der offenen und unvoreingenommenen Haltung gegenüber dem, was beim gemeinsamen Musizieren erklingt.

2024 erschien beim schwedischen Musiklabel Havtorn Records ihr Album Hemisfär.

Karin Johansson (Göteborg, Schweden) ist Pianistin und Komponistin und bewegt sich in einem breiten Spektrum improvisierter Musik, Free Jazz und zeitgenössischer Musik. Sie arbeitet mit präpariertem Klavier und alternativen Spieltechniken. Bereits 2021 war sie mit dem schwedischen Trio Quagmire Gast des Offene Ohren e.V..

Paul Jarret (Paris, Frankreich) ist ein junger Gitarrist und Komponist, der hauptsächlich Jazz und improvisierte Musik spielt. Er beherrscht sowohl Jazzstandards als auch radikale freie Improvisation und ist als Bandleader, Co-Leader oder Sideman an zahlreichen Projekten beteiligt.

Donovan von Martens (Göteborg, Schweden) ist Musiker, Komponist, Filmfotograf und Regisseur. Er ist national und international mit Komponisten, Tänzern und Künstlern zusammen aktiv.

Veranstaltungsort: MUG – Münchner Untergrund im Einstein Kultur
Eintritt: 20 Euro, Mitglieder Offene Ohren e.V. 15 Euro, freier Eintritt bis 21 Jahre (inklusive)
Die Abendkasse öffnet ca. 19:30 Uhr.

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Donnerstag, 07. Mai 2026  20:00 Uhr

nicht im MUG, sondern im Steinway Haus!!

LDL – Leimgruber, Demierre und Lehn

LDL

Jacques Demierre, Piano, Spinett [CH]
Urs Leimgruber, Sopransaxofon [CH]
Thomas Lehn, Analog-Synthesizer [D]

Das Trio LDL mit Urs Leimgruber, Jacques Demierre und Thomas Lehn ist die Fortsetzung des Quartetts, das gemeinsam mit dem Bassisten Barre Phillips die Kunst der freien Improvisation bis ins fast Unhörbare auslotete.
Ohne den frei swingenden Zen-Bass von Barre Phillips wird die Musik noch entrückter und vergeistigter, zugleich jedoch auch klarer und ungemein transparent.

Die drei Musiker bewegen sich konzentriert und wagemutig wie Freikletterer in der Wand und erschließen Routen, die in keiner App verzeichnet sind. Wie sie das schaffen, wie es dort aussieht und wie es sich anfühlt und wie jeder von ihnen genau das Nötige oder Überraschende beiträgt, damit die Musik unter Spannung bleibt – das erweist sich nicht nur als Herausforderung, sondern immer wieder auch als Genuss für die Hörenden.

Klang um Klang können Sie in diesen musikalischen Imaginationen selbst Teil des Prozesses werden. Die ausgefeilte Klangkunst, das dynamische Spektrum und die Space-Architekturen dieses Trios sind einzigartig.

Dieses Konzert ist Teil einer Tournee, die von den Schweizer Stiftungen Pro Helvetia und FONDATION SUISA unterstützt wird.

Logo Pro Helvetia Logo SUISA

Veranstaltungsort: Steinway-Haus, Rubinstein-Saal, Landsberger Straße 336 (Rückgebäude), 80687 München
Eintritt: 20 Euro, Mitglieder Offene Ohren e.V. 15 Euro, freier Eintritt bis 21 Jahre (inklusive)
Die Abendkasse öffnet ca. 19:30 Uhr.

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Dienstag, 19. Mai 2026  20:00 Uhr

MUG – Münchner Untergrund im Einstein Kultur

NEPA Quartet

NEPA Quartet

Toshimaru Nakamura, No-Input Mixing Board [Japan]
Gert-Jan Prins, Perkussion, Elektronik [NL]
Tetuzi Akiyama, Gitarre [Japan]
Bryan Eubanks, Saxofon, Elektronik [USA/D]

Dieses energiegeladene elektroakustische Quartett geht im Mai 2026 auf seine erste gemeinsame Tournee mit elf Konzerten, nachdem 2025 sein Debütalbum Spring beim japanischen Label Meena erschien.

Toshimaru Nakamura und Tetuzi Akiyama begannen ihre musikalische Laufbahn in den 1990er-Jahren. Heute touren beide jährlich um die Welt, haben zahlreiche Alben veröffentlicht und zählen zu Japans führenden Improvisatoren.

Toshimaru Nakamura erzeugt seine Klänge mit einem Instrument, das er „No‑Input-Mixing-Board“ nennt. Dieses erzeugt Rückkopplungen durch die unregelmäßige Verdrahtung eines analogen Audiomischers.

Gitarrist Tetuzi Akiyama spielt sowohl Akustik- als auch E-Gitarre und präsentiert dabei höchst originelle Performances, die von lyrisch bis noisig reichen.

Gert-Jan Prins konzentriert sich auf die klanglichen und musikalischen Qualitäten von elektronischem Noise und Perkussion und untersucht deren Beziehung zum Visuellen.

Bryan Eubanks spielt Sopransaxophon, Elektronik und Modular-Synthesizer. Seine Karriere begann als Schlagzeuger und umfasst heute Performances, Klanginstallationen, Kompositionen, elektronische Schaltungen. Neben seinen Soloprojekten arbeitet er mit zahlreichen Musikern sowie mit bildenden Künstlern, Komponisten und Tänzern zusammen.

Veranstaltungsort: MUG – Münchner Untergrund im Einstein Kultur
Eintritt: 20 Euro, Mitglieder Offene Ohren e.V. 15 Euro, freier Eintritt bis 21 Jahre (inklusive)
Die Abendkasse öffnet ca. 19:30 Uhr.

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Freitag, 29. Mai 2026  20:00 Uhr

MUG – Münchner Untergrund im Einstein Kultur

Yoshida & Takeda

Yoshida & Takeda

Risa Takeda, Piano, Synthesizer [Japan]
Tatsuya Yoshida, Schlagzeug [Japan]

Dies ist ein derzeit besonders beachtetes Improvisationsduo aus Tokio. Bestehend aus Tatsuya Yoshida, einem prägenden Schlagzeuger der Avantgarde-Prog-Szene, und Risa Takeda, Pianistin und Keyboarderin, die aktuell in der Tokioter Improvisationsszene große Aufmerksamkeit erfährt, tourt das Duo erstmals durch Europa.

Zusammen erschaffen sie eine unvergleichliche Klangwelt, die durch mitreißende Gegensätze und Harmonien in rasantem Tempo entsteht. Die hochstrukturierte und zugleich stark improvisierte Performance changiert zwischen Klassik, zeitgenössischer Musik, Progressive Rock und Jazzrock.
Sie entwickelt eine Klangfülle und den Sound einer ganzen Band, obwohl die Besetzung nur aus zwei Personen besteht.

Risa Takeda wurde in Hokkaido geboren und begann im Alter von drei Jahren mit dem klassischen Klavierspiel. Während ihres Studiums spielte sie auch Schlagzeug. 2011 zog sie nach Tokio und begann, neben Engagements in verschiedenen Bands, ab 2016 mit Soloauftritten.
Sie veröffentlichte drei Alben, auf denen sie die Stücke komplett selbst komponierte, arrangierte, spielte und aufnahm. Daraus entstanden viel-schichtige musikalische Werke mit komplexen Melodien, Harmonien, Rhythmen und Klangsequenzen, die von den jeweiligen Ensembles frei und zugleich mit großer Präzision umgesetzt werden.
Improvisationen, Kompositionen mit visuellen Elementen und Klavier-arrangements von Frank Zappas Werken machten sie auch international bekannt.
Bei Live-Auftritten stand sie mit Akira Sakata, Tatsuya Yoshida, Seiichi Yamamoto, Tadahiko Yokogawa, Keiichi Suzuki und Mani Neumeier auf der Bühne und erweiterte dabei kontinuierlich ihr musikalisches Spektrum.

Tatsuya Yoshida gilt als bedeutender Schlagzeuger, Komponist und Improvisator der japanischen Avantgarde-Musikszene. Bereits Anfang der 1980er-Jahre trat er in Tokioter Live-Clubs auf. Sein kraftvoller, polyrhythmischer und rasanter Spielstil, der häufig ungerade Taktarten verwendet, prägt sein Werk.
Seine 1985 gegründete Gruppe Ruins erlangte internationale Bekanntheit mit seinem eigenständigen Sound, der die explosive Energie ihrer Rhythmus-gruppe mit Gesang in Yoshidas Muttersprache verbindet.
Seit den 1990er-Jahren gründete er nacheinander Bands mit unterschied-lichen Konzepten, darunter Koenji Hyakkei, Korekyojin, Zubizuba und Akaten, deren Repertoire er größtenteils selbst komponierte. Er spielte mit Musikern wie zB. John Zorn, Bill Laswell, Derek Bailey, Keiji Haino, Otomo Yoshihide.

In den letzten Jahren konzentrierte er sich auf Improvisationsmusik und arbeitete auch mit Jazzmusikern wie beispielsweise Satoko Fujii zusammen. Er veröffentlichte über 100 Tonträger bei verschiedenen Labels in Japan und im Ausland.

Veranstaltungsort: MUG – Münchner Untergrund im Einstein Kultur
Eintritt: 20 Euro, Mitglieder Offene Ohren e.V. 15 Euro, freier Eintritt bis 21 Jahre (inklusive)
Die Abendkasse öffnet ca. 19:30 Uhr.

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Montag, 01. Juni 2026  20:00 Uhr  

Camila Nebbia & Chris Corsano

Camila Nebbia, Saxofon [Argentinien/D]
Chris Corsano, Schlagzeug [USA]

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Dienstag, 09. Juni 2026  20:00 Uhr

Izumi Kimura, Barry Guy, Gerry Hemingway

Izumi Kimura, Piano [Japan/CH]
Barry Guy, Bass [GB/CH]
Gerry Hemingway, Schlagzeug [USA/CH]

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Logo Kulturreferat LH München

Das Programm des Offene Ohren e.V. wird gefördert vom Kulturreferat der LH München. Ein herzliches Dankeschön vom Veranstalter, den Musikern und dem Publikum!

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zuletzt aktualisiert am 31.03.2026